Zu Abschnitten auf dieser Seite:

  • Aktuelle filmpolitische Diskussion
  • Andere Bundesländer
  • Bund, Europa und anderswo


    Aktuelle filmpolitische Diskussion

    Filmpolitische Manifeste und 'angesagte' Positionen

    Auf fast jedem größeren Filmfestival der vergangenen Monate wurden Manifeste und Appelle verfasst, die einerseits die allgemeine Unzufriedenheit mit der (wirtschaftlichen) Filmförderung vor dem Hintergrund des Qualitätsniveaus des aktuellen deutschen Films zum Ausdruck bringen und zum anderen konkrete Vorschläge für Verbesserungen und notwendige Änderungen zugunsten der kulturellen Filmförderung machen.

    Im Folgenden werden die wichtigsten Positionen kurz vorgestellt und verlinkt.

    06.04.2018 (K*)ein Frankfurter Manifest
    (*es kam zur Formulierung, aber nicht zur Unterschrift aller;-)
  • Die Filmförderung umgestalten ... (veröffentlicht in black box)
    50% der Fördermittel für künstlerisch orientierte Filme
    Statt Gremien: Einsetzen von KuratorInnen im Rotationsprinzip
    (...)
  • "Weg mit den Gremien" – Das Unbehagen am heimischen Kino: Das 11. Lichter Filmfest Frankfurt International machte sich auf einem Kongress Gedanken zur »Zukunft Deutscher Film« (Kommentar, epdFilm 4/2018)
  • Weg mit der Filmförderung, wie sie derzeit besteht, mehr Kunstfreiheit (Kommentar, FAZ 7.4.18)

    12.06.2018 Filmfest München - 4 Thesen von Edgar Reitz
  • These 1: Der deutsche Gremienfilm hat ausgedient
  • These 2: Das Fernsehen muss sich vom Kinofilm komplett zurückziehen
  • These 3: Wir brauchen das Kino als Ort der Filmkultur
  • These 4: Wir fordern Filmbildung in allen Schulen
    Link: PDF Filmfest München

    08.09.2018 Ludwighafener Petition
    Die Vermischung von wirtschaftlichen und künstlerischen Intentionen und die damit verbundenen Ungereimtheiten, Unklarheiten und Ungerechtigkeiten werden beendet.
    Link: Festival des deutschen Films

    30.01.2019 Hauptverband Cinephilie
    Wir rufen den Notstand der Filmkultur aus, wir rufen auf zur Cinephilie! Link: www.hvcinephilie.de


    Andere Bundesländer
    Es ist kein Geheimnis, dass Rheinland-Pfalz bundesweit bezüglich der Förderung von Filmkultur das Schlusslicht bildet.
    Was machen andere Länder besser und wie?

    Kinoförderung Baden-Württemberg
    Im Rahmen der Filmförderung des Landes durch die MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH beinhaltet der Bereich der Kinoförderung Förderprogramme für gewerbliche und kommunale Kinos. Gewerbliche Kinobetriebe können zur Verbesserung ihrer Ausstattung und für Umbaumaßnahmen Innovationsdarlehen beantragen und sich darüber hinaus für Kinopreise bewerben.
    Für kommunale Kinos gibt es die Möglichkeit einer Institutionellen Förderung.
    Die MFG fördert die Kommunalen Kinos in Baden-Württemberg mit einer institutionellen Förderung, deren Höhe sich an der Förderung durch die jeweilige Gemeinde bzw. den Landkreis orientiert.
    Die Förderung von Kommunalen Kinos ist eine institutionelle Förderung in Höhe von bis zu 250.000 Euro im Einzelfall pro Jahr. Der Zuschuss soll 50% des Zuschusses der Gemeinde/des Landkreises betragen (Vergabeordnung, Abspielförderung 6.1.)

    Sachsen fördert Filmabspiel (nicht nur) in kinolosen Orten
    (Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, August 2019) Um dem kulturellen Verlust durch das Kinosterben in den ländlichen Regionen in Sachsen entgegenzuwirken, hat der Filmverband Sachsen gemeinsam mit dem Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst, der AG Animationsfilm, der AG Kurzfilm, dem DIAF, dem DOK Leipzig dem Filmfest Dresden, Kurzsuechtig, Neiße Filmfestival sowie dem Filmfestival SCHLINGEL das Projekt „film.land.sachsen“ initiiert.
    Die Initiative vermittelt Filmprogramme zu günstigen Konditionen an Filmveranstalter und übernimmt Reisekosten. Darüberhinaus sind Workshops geplant.
    Weitere Informationen: https://www.filmlandsachsen.de/


    Filmbüro NW verdoppelt Anzahl der Stipendien für künstlerischen Spiel- und Dokumentarfilm
    Mit künftig vier Stipendien für Filmschaffende erweitert das Land Nordrhein-Westfalen die Förderung im Bereich künstlerischer Film: Ab diesem Jahr sind drei Stipendien zur Vorbereitung künstlerischer Spiel- oder Dokumentarfilmprojekte sowie ein Stipendium für die Entwicklung eines Projekts im Bereich künstlerischer Dokumentarfilm für Kinder oder Jugendliche ausgeschrieben. Jeweils 9.900 Euro unterstützen die Filmschaffenden bei den ersten Arbeitsschritten eines Projektes. Ziel ist es, in dieser frühen Phase Freiräume zur Entwicklung innovativer künstlerischer Entwürfe zu schaffen.
    Weitere Informationen: filmbuero-nw.de/stipendium/


    Bund, Europa und anderswo

    Bund - Novellierung Filmfördergesetz FFG
    hier: Thema Filmfestivals und Kinos
    22.07.2019 AG Filmfestivals zur FFG-Novellierung
    Aus der Präambel der im Juli von mehr als 60 Festivals gegründeten Arbeitsgemeinschaft:
    Allein in Deutschland gibt es circa 400 Filmfestivals, weltweit sind es mehrere Tausend. Sie sind Teil des Auswertungsfensters fast jeden deutschen Films. Sie sind eine in Umfang und Wirkung ernstzunehmende Auswertung deutscher Filme im Kino und ihr Anteil an der Kinoauswertung wird sich in den nächsten Jahren sogar noch erhöhen. Im Gegensatz zu den Zuschauerzahlen im Kino verzeichnen Filmfestivals – zumindest Erhebungen der FFA zufolge – eine zunehmende Publikums- Nachfrage: „Kino-Sonderformen (u. a. Filmfeste, Open-Air- und kommunale Kinos) haben im letzten Jahr sowohl bei Umsatz und Tickets als auch im Bestand kräftiger zugelegt als der Kinomarkt insgesamt.“ (Juli 2018) Im Bemühen, die Kinoauswertung deutscher Filme attraktiver zu machen, kommt Filmfestivals eine zentrale Rolle zu. Filmfestivals begreifen sich als Teil der Filmwirtschaft sowie der kulturellen Praxis Kino und ihrer Vermittlung. Die Novellierung des FFG muss daher die Frage beantworten, wie das Kino als Auswertungsort von Filmen aufgewertet werden kann und welchen Stellenwert das Kino/Filmfestivals im Sinne der kulturellen Praxis Kino im Spektrum der Auswertungszusammenhänge künftig noch einnehmen soll.
    Link vollständige Stellungnahme: Stellungnahme.FF.FFG.pdf


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